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So, wie es ist, bleibt es nicht!
Gestern noch als bestmögliche Wirtschaftsform gefeiert, erscheint der Kapitalismus heute eher als fortwährende Bedrohung. Seine globale Krise hat Menschen und Unternehmen erschüttert und ganze Staaten in den Ruin getrieben. Staatliche Notkredite und radikale Kürzungsprogramme sollen den Standort retten, bedeuten aber neuen Verzicht für Lohnabhängige wie Erwerbslose. Sozial- und Gesundheitsleistungen werden gekürzt, das Rentenalter erhöht, gesellschaftliche Risiken insgesamt weiter privatisiert. Was einmal sicher schien, entpuppt sich als umkämpftes Zugeständnis auf Widerruf.
Das heraufbeschworene »neue deutsche Wirtschaftswunder« ist Teil der kapitalistischen Logik: Rasantes Wachstum hier und Staatspleite dort sind zwei Seiten desselben Prinzips. Während die »Wirtschaftsweisen« der Regierung noch darüber streiten, ob die Krise bereits überwunden oder doch nur aufgeschoben sei, ist eines bereits sicher: als ideologische Begleitmusik haben in Deutschland Rassismus und Sozialchauvinismus deutlich zugelegt.
Auf unserem Kongress wollen wir den grundlegenden Zusammenhang von Kapitalismus und Krise herausarbeiten. Wir wollen aber auch die aktuelle Krisenpolitik mit all ihren Zumutungen analysieren und über politische Strategien einer emanzipatorischen Linken streiten. Wir fragen nach der Transformation des Alltags, der Arbeit und des Sozialen. Wir untersuchen die Abgründe des Krisennationalismus und die Widersprüche der Forderung nach »sozialer Gerechtigkeit«. Wenn wir über Alternativen zum Kapitalismus diskutieren, dann in doppelter Stoßrichtung: gegen das verselbständigte, unnötige Zwangsverhältnis der Kapitalverwertung, aber auch gegen den (Real-)Sozialismus als schlechten, autoritären Versuch seiner Aufhebung.
Die »systemischen Risiken« und Krisentendenzen des Kapitalismus werden inzwischen öffentlich eingestanden. Dennoch scheint das historische Projekt seiner Überwindung derzeit ohne Chance. Gerade deshalb müssen wir klären: Wie kann ein Bezug auf »Kommunismus« heute aussehen? Wie kann radikale Kapitalismuskritik praktisch werden?
So, wie es ist, bleibt es nicht. Den Kapitalismus durch einen »Verein freier Menschen« (Marx) zu ersetzen, dieser Aufgabe sieht sich der Kongress verpflichtet.
Heute habe ich an meinem letzten Tag in Tel Aviv die Hälfte meiner Stencils verklebt. Es war einfach mega geil, weil man das in den Gebieten mit den wohl höchsten Sicherheitsvorrichtung einfach so am helligten Tag machen konnte. Ich war halt teilweiße im Diplomatenviertel. Ein Paste-Up ist zum Beispiel direkt neben der Botschaft von Kasachstan. Borat lässt grüßen und so. Beim verkleben des Zebras hat mich dann ein Amerikaner angesprochen und wir haben uns ein bisschen darüber unterhalten, er hat halt gefragt ob ich auch auf Wänden sprühen würde. Ich kann nur jedem Menschen, der gerne Street“art“ macht oder gerne sieht empfehlen nach Tel Aviv zukommen. Man sieht so viel. Gerade um die Gegend von der Nachamlat Binyamin Rechov und dem Carmel Markt. Da gibt es soviel zu entdecken. Meine nächste Israelreise ist eigentlich schon sicher!
Nun zu ein paar Fotos:




Da steht: „MY BANANA IS BIGGER“. Ich finde es lustig.
Bin seit gestern in der pulsierenden und lebendigen Stadt Tel Aviv (Hügel des Frühlings). Ich sitze hier bei 28° um halb neun Uhr morgens. Über mir surrt der Ventilator. Gestern war ich im alternativen Viertel von Tel Aviv viele kleine „USED BOOKS“ Läden, keine großen Ketten und alternative angehauchte Restaurants gab es dort. So befindet sich dort auch der Laden Buddah Burger. Ein veganes Restaurant, wo man echt gut satt wird, zwei Dinge bestellen, wie ich auf Grund meines riesigen Appetits gemacht habe ist eher nicht zu empfehlen.
Das Viertel ist voller kleiner Kunstwerke und Sticker. Ich konnte bei weitem nicht alles fotografieren, deswegen hier nur eine kleine Auswahl von den schönsten Teilen. Ob das meiste von „Einheimischen“ kommt oder ob es Leute von anderen Ländern sind lässt sich nur bedingt sagen, aber ich denke das viel Input aus anderen Ländern kommt. Ich habe sogar schon ein Tag gesehen von „Orbit“. Auch ich werde wohl ein bisschen meinen Senf dazugeben, gestickert habe ich ja schon ein wenig.
antizionistisches Stencils mit Theodor Herzl

Da steht „na nach nachma nachman meuman“ und stammt von einer orthodoxen Gruppierung sog. Chassidut. Ein Video davon: http://www.youtube.com/watch?v=TwDylNUKdHA & ein weiterführender Link:http://chassidischegruppen.blogspot.com/search/label/Chassidut%20Breslov

Der mir am besten bekannte israelische Streetartist: C-215

Dreck 
+
Auch viele Bilder hat dieser Mensch in Israel gemacht http://ame72.com/ame72_bio.html
Nun noch ein paar unkommentierte Fotos (die besten sind zum Schluß):










Nachdem das ganze Vorhaben für die „UZ-Leute“ nicht so mega optimal verlaufen ist, gab es, noch ein schönes Beisamensein auf der Kapellenwiese unterhalb der Münsterstraße. In Dortmund bewegt sich was! Endlich nachdem Jahre lange eher Stille zuvernehmen war. Nun folgen zwei Fotos davon:


Es folgen in Kürze auch noch Fotos von der „nite“
eine schöne Veranstaltung. Also ich werde da sein! Ich hoffe es kommen auch noch andere! Es wird sicherlich cool!
http://uzdortmund.blogsport.de/2010/08/06/was-passiert-wenn-was-passiert/

Bei bestem Wetter bin ich ein bisschen mit meinem Rad unterwegs gewesen und habe ein paar Stencils verklebt. Inspiriert von dem coolen Video von Yo! http://just.blogsport.de/2010/08/07/yo-in-regensburg/
@ dem Tagger, dessen Tag ich „gecrosst“ habe: Sorry, aber ich kam echt nicht höher. Ich hoffe du bist nicht sauer.

Moshe Dayan flirtet mit einer schönen Dame…


Wer ist hier der bunte Hund?
2010LAB.tv trifft den „angehenden“ Street-Art-Künstler Joschua B. alias „addicted“ auf eine Arabic-Länge beim Dortmunder Kartoffellord.
Weiter: http://www.2010lab.tv/blog/street-art-allein-die-tat-ist-eine-politische-aussage-addicted-im-interview